Die Saison ist zu Ende und die Mitglieder der Abteilung Tanzen des SV Schott Jena ziehen ihre Bilanz.

Für die Studiodancer ist nun nach einer turbulenten Saison mit vielen Rückschlägen und Verletzungen nach insgesamt sieben erfolgreichen Jahren in der 2. Bundesliga im Jazz- und Modern Dance der Abstieg in die Regionalliga nicht mehr abzuwenden. Mit drei 9. und einem 10. Platz bei den diesjährigen Ligaturnieren mussten die Tänzerinnen des SV Schott Jena leider die niedrigsten Platzierungen ihrer gesamten Bundesliga-Zeit verkraften. Umso energischer werden die Tänzerinnen sich in die nächste Saison stürzen.

Die Turniere in den hohen Ligen sind häufig durch Zwischenrunden geprägt, da die Leistungen der Formationen meist so dicht beieinander liegen, dass die Wertungsrichter nach einer Runde noch nicht eindeutig feststellen können, welche Formationen ins große und welche ins kleine Finale gehören. In den Zwischenrunden können insbesondere Feinheiten und besondere Merkmale der Choreographien genauer begutachtet werden. Jedoch werden vorher Gruppen aussortiert, die z.B. choreographisch oder auch musikalisch nicht auf Anhieb punkten konnten oder die nach Ansicht der Wertungsrichter in der Vorrunde zu viele Fehler oder zu wenig Schwierigkeiten gezeigt haben. Diese Formationen haben dann entsprechend keine Chance mehr, eventuelle Patzer oder schief gegangene Hebungen in einer zweiten Runde zu korrigieren oder überhaupt ihre Choreographie noch einmal genauer auf die Wertungsrichtern wirken zu lassen.

Besonderheiten eines Tanzes sind mit zwei Runden schon schwer zu erfassen – mit einer Runde ist dies leider kaum möglich. Somit können z.B. verletzungsbedingte kurzfristige Veränderungen im Tanz oder auch kleine choreographische oder tänzerische Schwächen zu entsprechend schlechten Platzierungen führen. Und obgleich die Studiodancer sehr zeitig mit der Choreographie begonnen haben und auch das Training super lief, mussten u.a. aufgrund von diversen Verletzungen und Störungen im Trainingsbetrieb schon bald herbe Rückschläge u.a. im Zeitplan hingenommen werden. Bis zum letzten Turnier in Bobstadt am 28.05. mussten die Tänzerinnen immer wieder mit neuen Aufstellungen und anderen kurzfristigen Schwierigkeiten aufgrund von Verletzungen, Krankheit oder beruflichen Verpflichtungen kämpfen.

Große Unterstützung bei ihrer Choreographie bekamen die Studiodancer diese Saison von der diplomierten Bühnentänzerin, Tanzdozentin und Choreographin Victoria Söntgen, die ihnen bei der Entwicklung des aktuellen Turniertanzes zur Seite stand. Die Studiodancer choreographieren seit jeher ihre Turniertänze selbst und in den letzten Jahren haben sie sich hierbei Unterstützung geholt, sei es bei der tollsten aller Tanzpädagoginnen Young Mi Lee oder Julie Pecquet oder dieses Mal bei Vicky. Mit ihrer sympathischen und zugleich hochprofessionelle Arbeit, ihren Ideen und ihrem motivierenden und schönen Unterricht hat Victoria Söntgen einen bedeutenden Teil dazu beigetragen, dass der Tanz für die Formation wieder zu etwas Besonderem geworden ist, so wie alle vorangegangenen Tänze es waren. Auch die neu hinzugekommenen talentierten und motivierten Tänzerinnen in der Formation haben die Studiodancer bereichert!

Auch wenn die Wertungsrichter dieses Jahr leider nicht so überzeugt werden konnten, wie sich die Tänzerinnen das gewünscht hätten, so haben sie doch wieder einen Tanz entwickeln und zeigen können, der zu ihnen passt, der berührt und den sie lieben. Tanz war und ist für die Studiodancer immer mehr als nur die Summe technischer Schwierigkeiten und mehr als eine möglichst hohe Bewertung durch die Wertungsrichter gewesen – es ist Ausdruck von Gefühl durch Bewegung, Interpretation von Musik und vor allem Liebe zu künstlerischer Bewegung!

Ihren Prinzipien werden die Studiodancer auch in der nächste Saison in der Regionalliga treu bleiben und hoffentlich zukünftig auch wieder in der Bundesliga starten. Die Motivation ist hoch und die choreographischen Ideen zahlreich.

DANCE FIRST, THINK LATER