Nach einem Unentschieden gegen die leicht favorisierten Schachspieler des SV Medizin Erfurt, einer Niederlage gegen Mitaufstiegskandidat SV Liebschwitz und einem Sieg gegen den Ilmenauer SV, erwarteten die Schachspieler des SV Schott Jena am vierten Spieltag der Saison die Gäste aus Ammern. Die Spielstärken beider Teams ließen einen ungefährdeten Sieg der Jenaer erwarten. Zum Unglück der Gäste lief an diesem Tag allerdings alles im Sinne der Hausherren, die hierdurch einen Kantersieg feiern konnten.

Den Reigen eröffnete am ersten Brett Max Kölsch. Mit dem schwarzen Steinen hielt er seine Partie im Gleichgewicht, bis sein Gegner einen Fehler machte und daraufhin verlor. Als nächstes beendete Richard Brömel seine Partie. Nachdem sein Gegner in der Eröffnung einen Bauern einstellte, entwickelte sich eine Partie mit unklaren Chancen für beide Seiten. Allerdings behielt Richard die Übersicht und gewann die Partie. Als nächstes gewann Sascha Darr seine Partie. Er überspielte seinen jungen Gegner positionell und sammelte hierbei 2 Bauern ein, die er problemlos verwertete. Es folgte die vierte Stunde des Matches und damit die Zeitnot. In dieser schaffte es Lothar Schmidt am achten Brett nicht seinen Mehrbauern zur Geltung zu bringen und man einigte sich auf remis.

Den fehlenden Punkt zum Sieg erbrachten fast gleichzeitig Oliver Lembcke und Daniel August. Oliver fand sich in einer offen geführten Partie besser zurecht als sein Gegner, wodurch es ihm gelang dessen Stellung zu lähmen. Mit seinen aktiveren Figuren drang er dann nach und nach in die Stellung seines Gegners ein und gewann. Daniel dagegen verteidigte sich in einer soliden geschlossenen Stellung. Nachdem sein Gegner zweimal die bessere Fortsetzung verpasste, übernahm er die Kontrolle über die Stellung und siegte im Endspiel. Am fünften Brett spielte sich dagegen ein kleines Drama ab. Michael Dreyer gelang es durch gutes Spiel einen Mehrbauern bis ins Endspiel zu erhalten. Dieser reichte allerdings nicht und es entstand eine bekannte remis Stellung. Allerdings sah sein Gegenüber Gespenster, machte einen Fehler und verlor. Als letzter beendete Florian Jung seine Partie am sechsten Brett. In einer skandinavischen Partie gelang es ihm nach und nach Stellungsvorteile zu erarbeiten die erst zu mehreren Mehrbauern und schließlich zu einer Mehrfigur führten. Leider übersah er dabei eine einfachere Methode zum Sieg und entschied sich in ein gewonnenes Turmendspiel abzuwickeln, dass er souverän zum Sieg führte.

Mit diesem schönen Sieg überwintert der SV Schott Jena auf Platz 4 der Thüringenliga in Schlagdistanz zum Spitzenreiter, der zweiten Mannschaft des Erfurter SK. Dies ist zugleich auch der nächste Gegner im neuen Jahr.

von Daniel August